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Romanistik

XXV. Kongress der Internationalen Artusgesellschaft (23.–29.07.2017)

Organisation: Prof. Dr. Brigitte Burrichter

Datum: 23.–29.07.2017
Ort:  Burkardushaus – Tagungszentrum am Dom

Themen der Konferenz

  • Stimme(n), Klang und Rhetorik der Performanz
  • Nachmittelalterlicher Artus: Druck und andere Medien
  • Übersetzung, Adaption und Wanderungen von Texten
  • Stand der arthurischen Editionen: Probleme und Perspektiven
  • Das Heilige und das Profane in der Artusliteratur
  • Literaturkritik und Artusliteratur: einst, heute und in Zukunft

A: Würzburg Highlights

Im Rahmen einer halbtägigen fußläufigen Stadtführung werden die Highlights des mittelalterlichen Würzburg besichtigt. Vorgesehen ist eine Führung durch die ältesten Würzburger Kirchen. Natürlich findet auch eine Führung durch das UNESCO-Weltkulturerbe der Würzburger Residenz mit ihren Tiepolo-Fresken statt.

 


B: Bustour nach Wertheim

Besichtigt wird das für seine Fachwerkbauten berühmte mittelalterliche Wertheim, woran sich eine Führung durch die bedeutende Burganlage anschließt. Auf dieser soll bereits Wolfram von Eschenbach residiert haben und zu seinem Parzifal angeregt worden sein. Der mittelalterliche Stadtkern direkt am Main lädt insbesondere in den Sommermonaten zum Flanieren ein.

 


C: Bustour nach Rothenburg

Das weltberühmte Rothenburg und seine mittelalterliche Bausubstanz stehen im Fokus dieser halbtägigen Exkursion. Angeboten wird ein Orientierungsrundgang durch den mittelalterlichen Stadtkern mit seiner fast vollständig erhaltenen Stadtmauer. Anschließend hat der Besucher noch Zeit zum Erkunden der Stadt. Der Rückweg nach Würzburg führt durch das idyllische Taubertal.

 


D: Bustour in Parzifals Odenwald mit Abendessen

Die als Abschluss der Tagung konzipierte ganztägige Bustour in den Odenwald führt zunächst nach Michelstadt-Steinbach. Vor den Toren Michelstadts gelegen befindet sich die karolingische Einhardsbasilika, die ein außergewöhnliches Zeugnis der Kultur in Deutschland ist und den Namen ihres Erbauers Einhard, dem Historiograph Karls des Großen trägt. Im romantischen Miltenberg findet sich Gelegenheit zum Mittagessen und individuellen Erkundungen. Im Anschluss führt die Route nach Amorbach, eine der frühesten Siedlungen im Odenwald. Dort wird das Benediktinerkloster samt seiner Bibliothek im klassizistischen Stil besichtigt. Ihren Abschluss findet die Exkursion im mittelalterlichen Ambiente des Zisterzienserklosters Bronnbach, in dessen Mauern möglicherweise Wolfram von Eschenbach seine Ausbildung genossen hat. Ein gemeinsames Abendessen (im Preis inbegriffen) schließt an.

 

Druiden, Artus und Ossian – Die Kelten in Oper und Lied

Von Merlin bis zum Keltenmusical des 21. Jahrhunderts, von König Artus bis Asterix und Obelix – Künstler aller Zeitalter verfielen der Faszination keltischer Mythen und Symbole, dem Zauber der Druiden; dem Heldentum gallischer Fürsten und kreierten die Kelten ihrer Idealvorstellung. Die Wurzeln von Richard Wagners berühmten Opern Parsifal und Tristan und Isolde sind ebenso in der keltischen Mythologie zu finden wie die düster-dämonischen Musiktheaterwerke über den mächtigen Zauberer Merlin von Isaac Albéniz oder Karl Goldmark. Im 18. Jahrhundert schuf der schottische Dichter James Macpherson mit Ossian eine der prominentesten Fälschungen der Weltliteratur: Er schrieb fingierte keltische Gedichte, die nicht nur den Komponisten Franz Schubert in Vertonungsfieber setzten, sondern auch den Titelhelden in Goethes berühmten Leiden des jungen Werther umtreiben. Aus Goethes Klassiker wiederum entstand die französische Oper Werther von Jules Massenet.

Die jungen, international gefragten Opernsänger Cornelia Lanz und Philipp Gaiser bringen zusammen mit dem Pianisten Martin Steinlein Opernarien und Lieder zu Gehör, die durch diese Keltenbegeisterung inspiriert sind. Die Musikwissenschaftlerin und Dramaturgin Dr. Maria Goeth und die Archäologin Dr. Caroline von Nicolai führen mit allerlei Kuriosem, Heiterem, Wissenswertem, Anekdotischem und Mirakulösem über die Kelten durch den Abend.

Mitwirkende

Cornelia Lanz, Mezzosopran
Philipp Gaiser, Bariton
Martin Steinlein, Klavier
Dr. Maria Goeth, Moderation
Dr. Caroline von Nicolai, Moderation

Repertoire

Vincenzo Bellini (1801-1835): Norma Arie der Adalgisa: Deh! Proteggimi, o Dio!
Henry Purcell (1659-1695): King Arthur Arie des Aeolus: Ye blust‘ring brethren
Richard Wagner (1813-1883): Parsifal Duett Kundry & Klingsor: Herauf! Herauf! Zu mir!
Ernest Chausson (1855-1899): Le Roi Arthus Arie des Arthur: Toujours, toujours cette pensée
Karl Goldmark (1830-1915): Merlin Duett Dämon & Morgana: Wer ruft mir?
Frederick Loewe (1901-1988): Camelot Duett Lancelot & Guenevere: I loved you once in silence
Massenet, Jules (1842-1912): Werther Arie der Charlotte: Va! Laisse couler mes larmes
Franz Schubert (1797-1828): Ossian‘s Lied nach dem Falle Nathos
Franz Schubert (1797-1828): Kolma‘s Klage, D 217
Franz Schubert (1797-1828): Die Nacht, D 534

Weinprobe im historischen Weinkeller der Residenz Würzburg

Das Kongressdinner findet im Staatlichen Hofkeller Würzburg in Form einer Weinprobe mit fränkischen Weinen statt.

Nach einem Begrüßungs­trunk und einer Führung durch die histo­rischen Keller­gewölbe der Residenz finden Sie sich in einem pracht­voll mit Kerzen illumi­nierten Wein­keller ein. Dort werden in gemütlicher Atmosphäre im Laufe des Abends sechs ausgewählte Wein­persönlich­keiten mit Charme und Geist verkostet. Passend dazu werden ein typisch fränkischer Brot­zeit­teller, der eine Vielfalt an Haus­macher Wurst­spezialitäten, Schinken, Käse und Brot enthält, sowie Mineral­wasser gereicht. Begleitet wird die Wein­probe durch einen fach­kundigen Wein­kommentar in englischer Sprache.