11. TEFL Day 2026: "Englischlehrwerke neu gedacht: Unterricht in bewegten und vernetzten Lernwelten"
Am 11.06.2026, 09:30-17:00 Uhr im ZPD
Lehrwerke und Bildungsmedien prägen, wie Lernende Sprache, Kultur und Welt verstehen, und vermitteln dabei oft dominante Perspektiven. Der 11. TEFL Day greift dies auf und richtet den Blick auf eine kritische Lehrwerksanalyse aus dekolonialer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Austausch, neue Impulse aus der Forschung sowie Anregungen für die Unterrichtspraxis.
Praxisnahe Workshops bieten zudem konkrete Ideen für einen zeitgemäßen Fremdsprachenunterricht!
Der TEFL Day ist organisiert in Kooperation mit dem Cornelsen, Klett und Westermann Verlag.
Zur Tagung sind Sie herzlich eingeladen!
Vorträge und ReferentInnen
Lehrwerke und Bildungsmedien spielen eine zentrale Rolle in der Prägung der Weltanschauung der Lernenden im Englischunterricht. Sie vermitteln oft dominante Narrative und reproduzieren koloniale Wissensordnungen, wodurch sprachliche Normen und bestehende Machtverhältnisse legitimiert und verfestigt werden. Vor diesem Hintergrund plädiere ich im Plenarvortrag für eine kritische Lehrwerksanalyse aus dekolonialer Perspektive.
Im Vortrag möchte ich drei komplementäre Zugänge aufzeigen: Forschung, Professionalisierung und Dialog. Als erstes beleuchte ich, dass Forschung auf unterschiedlichen Ebenen notwendig ist, um koloniale Muster und implizite Normsetzungen in TEFL-Lehrwerken systematisch zu identifizieren, kritisch zu hinterfragen und entsprechende Analyseinstrumente weiterzuentwickeln.
Zweitens diskutiere ich, welche Konsequenzen sich daraus für die Professionalisierung von (angehende) Lehrkräften ergeben. Ziel ist es Lehrkräfte zu befähigen, Lehrwerke nicht nur zu nutzen, sondern kritisch zu reflektieren, zu analysieren und zu adaptieren. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit eigenen Perspektiven und Annahmen, mit Machtverhältnissen sowie die Entwicklung dekolonialer Materialien.
Drittens wird die Bedeutung von Dialog betont: zwischen Wissenschaft, Lehrkräftebildung, Verlagen und schulischer Praxis sowie zwischen unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Perspektiven.
An vielen Schularten, in vielen Fächern steht das Lehrbuch mit all seinen Materialien im Mittelpunkt des Unterrichts, bildet es doch den Lehrplan ab und erleichtert der Lehrkraft Vorbereitung und Durchführung. Wie lassen sich aber Digitalisierung und zeitgemäße Bildung geräuschlos integrieren, ohne die teils gar geforderte Verwendung des Schulbuches zu vernachlässigen? Basierend auf theoretischen Grundlagen (4K-Modell, etc.) erhalten Sie in diesem Workshop Anregungen sowie konkrete und erprobte Anwendungsbeispiele für einen zeitgemäßen Fremdsprachenunterricht, die das Schulbuch nicht vernachlässigen.
In unserem Workshop zeigen wir Ihnen Möglichkeiten auf, mit emotionalisierten Übungen und Bewegungselementen sprachliche Mittel in Form von präkommunikativen Unterricht-Settings zu festigen.
Die Übungen weisen einen spielerischen Charakter auf und können problemlos an Ihre jeweilige Lerngruppe adaptiert werden, um Bewegungen und Emotionen in den Unterricht zu integrieren. So wird sowohl die affektiv-emotionale als auch die kognitive Ebene angesprochen.
Grundsätzlich sind die erprobten Aktivitäten flexibel einsetzbar und keine besonderen Materialien vonnöten, die Sie im Vorfeld bedenken müssen. Die illustrierten Übungen sind für Englisch aufbereitet.
Mit Bewegung, Emotion und Kommunikation ist der übende Meister schon bald nah!
Anmeldung
Die Teilnahme an der Tagung ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich!
- Für bayrische Lehrkräfte über FIBS: E9930-0/26/431292
- Alternativ mit Email an: l-engdid@uni-wuerzburg.de
Anfahrt
Die Tagung findet im ZPD (Zentrum für Philologie und Digitalität) an der Universität Würzburg statt. Parkplätze sind vorhanden. Der Tagungsort kann mit der Buslinie 10 erreicht werden.
Emil-Hilb-Weg 23, 97074 Würzburg, Campus Hubland Nord
Raum: 000.001, 01.001, 02.002
