Shakespeare’s Podcast Globe: "The Isle is Full of Noises".
26.11.2025Article by Kirsten Sandrock in new publication "Literatur und Podcast"
Shakespeare ist in Podcasts ebenso präsent wie in anderen Medien. Das Medienformat bringt formale wie inhaltliche Möglichkeiten mit sich, die zur anhaltenden Popularisierung Shakespeares beitragen und sowohl den wissenschaftlichen als auch den öffentlichen Diskurs um den frühneuzeitlichen Autor um akustische Inszenierungsformen und dialogische Formate der Wissenskommunikation erweitern. Auf der formalen Ebene zeigt sich eine Nähe zum Theater, die v. a. in performativen Elementen und szenischen Einspielungen sowie in der Dialogizität vieler Shakespeare-Podcasts hervortritt. Inhaltlich fungiert der Podcast häufig als ‚Brückenmedium‘ zwischen öffentlichen und wissenschaftlichen Diskursen sowie zwischen theaterpraktischen und literatur- bzw. kulturwissenschaftlichen Perspektiven auf Shakespeare. Als Beispiel dienen postkoloniale Perspektiven auf Shakespeare, die sowohl in der Wissenschaft als auch in der Theaterpraxis verhandelt werden. So entsteht eine polyphone Stimmenwelt in der ‚Podosphäre‘, die verschiedene ‚Shakespeare-Welten‘ miteinander verknüpft und diese damit noch zukunftsfähiger gestaltet.
The book "Literatur und Podcast" is open-access, and available to read via this link.
